Starke Volksschule

Willkommen

19.11.2017

„Der Computer ist ein Werkzeug, das man nutzen sollte.“ (Elsbeth Stern, Professorin für empirische Lehr- und Lernforschung an der ETH, Rundgang 4, November 2017)

Geschätzte Leserinnen und Leser

Hand aufs Herz: Schreiben Sie noch von Hand? Kennen Sie Ihre eigene Telefonnummer noch auswendig – und vielleicht sogar die Ihrer Liebsten? Rechnen sie 17 + 13 noch im Kopf aus? Suchen Sie noch hie und da eine Ortschaft mit der Karte?
– Na ja, Sie werden ja auch im letzten Jahrhundert geboren sein.

Wir nutzen es täglich, stündlich. – Alles Digitale ist für Jung und Alt neu, faszinierend – und brandgefährlich.
Was bringt es wem? Jedenfalls ist es nicht das Wundermittel gegen alle – realen und erfundenen – Krankheiten und Defizite.

Glücklicherweise beginnt jetzt langsam, aber sicher das Nachdenken über Sinn und Unsinn des IT-Hypes.

Wir sind übrigens nicht einfach gegen Computer in der Schule, solange der Computer als Werkzeug verstanden und sinnvoll eingesetzt wird. Von der IT-Industrie und ihren Vertretern in der Verwaltung und an den Hochschulen ist aber der flächendeckende Ersatz des Menschen durch digitale Medien geplant. Erziehung durch Algorithmen, d. h. durch Google, Microsoft u. Co. Von diesem Vorhaben distanziert sich Starke Volksschule St.Gallen entschieden. (Siehe dazu auch Medienspiegel Woche 44 / 2017 und unsere Stellungnahme zur Vernehmlassung: Kantonsratsbeschluss über einen Sonderkredit für die IT-Bildungsoffensive)

Unter diesen Vorzeichen ist auch der neue Medienspiegel. Die Themen sind reichhaltig und vielversprechend, unter anderen:
– St.Galler IT-Offensive vernachlässigt Lehrlinge
– Lernberichte und Checks als Konsequenz des Lehrplans 21
– Jeder Mensch sollte einen Nagel einschlagen können
– Lasst Kinder Kinder sein

„Die zunehmende Psychiatrisierung von Kindern deutet auf ein ernstes gesellschaftliches Problem hin.“ (Matthias Meili, Tages-Anzeiger, 16.11.2017)

Verpassen Sie die Veranstaltung von «Schule & Pädiatrie» vom nächsten Mittwoch nicht:  Einladung

Einen gemütlichen Sonntag daheim wünscht

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 46 / 2017

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5.11.2017

„Das Sponsoring wird forciert, bezahlt wird mit den Daten und der Beeinflussung der Kinder, Kosten werden nach dem Prinzip BYOD (bring your own device) und über Gebühren auf die Eltern abgewälzt, einfach testbare Fächer bilden die Grundbildung, der Rest muss privat dazugekauft werden.“ (Jürg Brühlmann, LCH, Fritz + Fränzi, Oktober 2017)

Einen schönen Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser

Wir haben uns schon warm angezogen, aber es wird noch kälter werden…
Wenn Sie informiert sein wollen, lesen Sie heute wenigstens den ersten Artikel: Die Schule von morgen von Jürg Brühlmann (LCH). Gefühllos wie ein Kriegsberichterstatter beschreibt er, wohin die Schule – und mit der IT-Bildungsoffensive der St.Galler Regierung speziell die Schule im Kanton St.Gallen – sich entwickeln wird, wenn nicht endlich einige vor die Haustür treten und zum Rechten schauen, wie es Gottfried Keller schon vor einiger Zeit angemahnt hat. Deshalb nehmen wir auch zum Vernehmlassungsentwurf der Regierung zum Sonderkredit für die IT-Bildungsoffensive Stellung, welcher im nächsten Jahr im Kantonsrat verhandelt und dem Volk zur Abstimmung vorgelegt wird. Interessanterweise wird unsere Vernehmlassungsantwort gerade durch verschiedene weitere Artikel gestützt, wie beispielsweise diejenigen über Guy Bodenmann sowie Manfred Spitzer, welche über die Bindungs- und Intelligenzforschung referieren, sowie von Politikerinnen und Politikern, von Hauswirtschafts- und Handarbeitslehrerinnen, welche den praktischen Unterricht stärken wollen.
Abgerundet wird der aktuelle Medienspiegel mit Stellungnahmen zur Situation in unseren Nachbarkantonen – einem kleineren im Westen und dem grösseren im Norden.
Was gibt es bei diesem ‚schönen‘ Wetter Interessanteres, als in der warmen Stube zu sitzen und die Welt Revue passieren zu lassen? Dann können wir die nächste Woche unsere Aufgaben wieder mit neuem Elan anpacken.

Mit freundlichen Grüssen

Starke Volksschule St. Gallen
Medienspiegel Woche 44 / 2017

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29.10.17

Die Schweiz züchtet junge IT-Zombies
„Was in der staatlichen Schweizer Bildung vorgeht, ist ein Skandal. Die Anpassung der jungen Menschen an die kalifornische IT-Welt hat einen Output an Schülern und Studenten zur Folge, deren Wissensstand laufend sinkt, deren Fähigkeit, sich mündlich und schriftlich elegant auszudrücken, enorm abgenommen hat und deren generelle Bildung von Jahrgang zu Jahrgang abnimmt. … Wir sehen staunend die nachwachsenden IT-Zombies, die genau jene komplexe Welt nicht mehr verstehen, in welcher sie aufwachsen.“
(Klaus J. Stöhlker, Inside Paradeplatz, 24.10.2017)

Mut zur Erziehung
„Eine Schule, die auf den Mut zur Erziehung als erste Präferenz verzichtet und sich stattdessen mit einer auf Lehrplan und Prüfungen abgestellten Wissensvermittlung zufrieden gibt, degradiert sich selbst zu einer Rekrutierungsanstalt für eine eindimensionale Wissensgesellschaft. Ob der vom Lehrplan 21 eingeforderte kompetenzorientierte Unterricht, dessen Inhalte auf das exklusive Lernen mechanischer Verfahren und auf das «Pauken» standardisierter Tests reduziert ist, den Erziehungsauftrag der Schule noch wahrnehmen kann, wage ich allerdings zu bezweifeln.“
(Mario Andreotti, Tagblatt, 26. Oktober 2017)

Begabung zum Menschsein
„Bildung hat mit der Entwicklung von Persönlichkeiten zu tun, sie hat mit der Vermittlung jener geistigen Fundamente zu tun, auf denen unsere Zivilisation aufbaut, und sie hat mit jenen Kenntnissen, Techniken und Fähigkeiten zu tun, die schlechterdings notwendig sind, um sich in dieser Gesellschaft zu orientieren und sich als selbstbewusster und mündiger Bürger zu behaupten.“
(Konrad Paul Liessmann, NZZ, 16. Oktober 2017)

Dies ist das eindrückliche Kraftfeld, in dem sich der aktuelle Newsletter «Lehrplan vors Volk» ZH bewegt.

Liebe Leserinnen und Leser

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sonntag.

Starke Volksschule St. Gallen

Newsletter vom 29.10. 2017

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22.10.2017

Einen schönen Sonntag, liebe Leserinnen und Leser
Die Artikel und Leserbriefe im heutige Medienspiegel sind Perlen der aktuellen Schulreformkritik. Autoren wie Konrad Paul Liessmann, Alain Pichard, René Walcher, Ursula Sarrazin, Hans-Peter Köhli sind sich mit uns einig, was wirkliche Bildung in unserer europäischen Tradition bedeutet.
Wir können uns freuen, an ihren scharfsinnigen Analysen und ihrem pädagogischen Ethos.
Mit freundlichen Grüssen
Starke Volksschule St. Gallen
Medienspiegel Woche 42 / 2017

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15.10.2017

„Es geht um eine schleichende Neuausrichtung des Erziehungswesens, nämlich bereits ab den KiTas die Übernahme der Erziehung durch digitale Medien. Ihr Rationalisierungs- und  Überwachungspotential macht um die Schule keinen Bogen. So wie bei der Industrie 4.0 Roboter die Produktion selbständig steuern, sollen Computer und Algorithmen das Erziehungsgeschehen autonom steuern.“ (Peter Hensinger, 21.6.2017)

Trojanisches Pferd „Digitale Bildung“ Auf dem Weg zur Konditionierungsanstalt in einer Schule ohne Lehrer?

Geschätzte Leserinnen und Leser
Geniessen Sie die herrlichen Herbsttage – nicht nur virtuell – sondern in all der überwältigend schönen Wirklichkeit.
Ob in Zürich, Basel, St.Gallen oder ennet den Grenzen sind wir allenthalben angefressen vom IT-Hype und schalten oft nicht nur das Denken, sondern auch die reale Welt aus.
Damit wird gegenwärtig das grösste Geschäft gemacht. St.Gallen soll nun in vorauseilendem Gehorsam zuerst einmal 75 Millionen Steuergelder einschiessen. Siehe: u.a. Medienspiegel 36/2017 vom 10.9.2017.

Der Zürcher Newsletter thematisiert eben diese Problematik.
Wir St.Galler können noch bis Ende Oktober an der Vernehmlassung und damit an der notwendigen politischen Diskussion teilnehmen.

Einen schönen Sonntag miteinander wünscht
Starke Volksschule St. Gallen

Newsletter vom 15.10. 2017

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8.10.2017

«Frühförderung ist in. Die Vielfalt an Angeboten ist riesig, die Nachfrage auch. Allerdings sind nicht wenige dieser Kinder emotional retardiert.» (Prof. Dr. Margrit Stamm, «Schule & Pädiatrie», 27. September 2017)

Liebe Leserinnen und Leser

Die Eltern wollen das Beste für ihr Kind.
Das kann heutzutage schon problematisch genug werden, wie Margrit Stamm feststellt.
Und die Wirtschaft?
«Die Welt vollzieht gerade den Übergang vom Kapitalismus zum Talentismus.» Denn gut ausgebildete und kreative Arbeitskräfte würden zunehmend wichtiger als Kapital. Klaus Schwab, Chef des World Economic Forum
«Talent-Scouts sind das, was der Schweiz schon lange fehlt, um sich nachhaltig als Top-Wirtschaftsstandort zu behaupten … Niemand weiss besser, welche Talente gefragt sind als direkte Vertreter aus Unternehmen. Das können Google, die UBS oder Roche sein.» Felix Müri, Präsident der nationalrätlichen Bildungskommission
Natürlich wollen wir für unsere Kinder nur das Beste.
Aber sollen uns die grössten internationalen Konzerne sagen, was das Beste für unsere Jungen wäre?
Nur so nebenbei: In der Schweiz bilden KMU mehr als 99% der Unternehmen und stellen zwei Drittel der Arbeitsplätze. KMU in Zahlen
Diese brauchen nicht Genies, sondern normale, verantwortungsbewusste, anständig gebildete Mitmenschen wie du und ich, die 2 und 2 zusammenzählen können, oder? Ganz abgesehen davon, dass Bildung weit mehr bedeutet als einfach Funktionstauglichkeit in unserer Arbeitswelt.

Bedenklich stimmt, dass die Medien die sehr interessanten und gut besuchten Veranstaltungen der Ostschweizer Kinderärzte systematisch boykottieren… Wir merken uns allerdings schon die nächste Veranstaltung am Mittwoch, 22. November 2017: Lehrplan 21 – sind die Würfel gefallen? Neue Lerntechnik oder Paradigmenwechsel?

Mit freundlichen Grüssen

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 40 / 2017
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24. Sept. 2017

«Wir hoffen, dass unsere Fächer im Sinne einer breiten Ausbildung für die Schülerinnen und Schüler mit Kopf, Herz und Hand wieder gestärkt werden», war ein zentrales Anliegen am Konvent der Fächergruppenlehrkräfte für Gestaltung, Wirtschaft, Arbeit und Haushalt. (Tagblatt, 20. September 2017)

Geschätzte Leserinnen und Leser

Die Schulreformen werden jetzt zwar schweizweit durchgestiert, aber die Probleme bleiben ungelöst, sei es die Fremdsprachenfrage (Luzern), die Heilslehren der Digitalisierung (St. Gallen) oder der Testwahn (Basel): millionenteure Debakel.
Der praktische Unterricht wird zurückgedrängt zugunsten modischer Lerntheorien, abgegriffener Selbstentfaltungsideologien und knallharter Profitinteressen.

Glücklicherweise ist der Herbst angenehm, die menschliche Natur unverwüstlich und die Lehrkräfte und die Jugend hoffnungsvoll.

Damit wünscht einen schönen Sonntag

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 38 / 2017
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10.9.2017

«Die ‹Schulzeit› geht weit über die Informationspflicht der Regierung hinaus und ist in der Kategorie Staatspropaganda anzusiedeln.» (Andreas Widmer, Fraktionspräsident von CVP und Grünliberalen, Tagblatt, 07. September 2017)

Geschätzte Leserinnen und Leser
Ist der Lehrplan 21 so überzeugend, dass der Erziehungsdirektor sich nicht einmal zu schade ist, dafür „Staatspropaganda“ zu betreiben? Das kennen wir doch eher von Staaten, in denen die Bürger gehorchen und schweigen müssen – andererseits aber ist diese Propaganda im gleichen Kielwasser wie das ganze Unternehmen LP21. Obrigkeitsstaatliche Züge charakterisieren dieses „Jahrhundetwerk“ von Anfang an: die Kompetenzirrlehren, die Geheimzirkel um EDK, LCH und OECD/PISA, die Expertokraten, die von Anfang an ohne Praxisbezug agieren sowie die politischen Macher von links bis rechts, welche unter keinen Umständen dem „Fortschritt“ im Wege sein wollen, und aus diesen Machenschaften tüchtig politisches Kapital schlagen, weil es der Bildungsindustrie dient.
Der gesunde Menschenverstand meldet sich jedoch glücklicherweise immer wieder zu Wort, wenn es beispielsweise um den IT-Hype, die „Legasthenie“, die Frühfremdsprachenfrage oder auch das Los der Lehrer/innen und nicht zu vergessen – das Schicksal unsere Kinder – geht.
Bereichern Sie sich den verregneten Sonntag mit faszinierender Lektüre.
Mit freundlichen Grüssen
Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 36 / 2017
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27.8.2017

«Im Moment können sich die jungen Fachlehrpersonen behelfen, indem sie das Wissen bei den Kolleginnen und Kollegen abholen, die sich ihr fundiertes Fachwissen noch im Arbeits- und Hauswirtschaftslehrerinnen-Seminar erwerben konnten.» (Interpellation Egli-Wil, Kantonsrat St.Gallen, 13. Juni 2017)

Geschätzte Leserinnen und Leser

So etwa haben wir uns die Kompetenzenreiterei vorgestellt: Können statt nur wissen. – Wenn’s nur die Lehrerschaft, Pardon, der Coach, dann auch noch können täte. Bei der aktuell angebotenen Ausbildung und bei dem aktuellen Lehrplan ist das praktische Können dem Zufall und dem individuellen Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer überantwortet. Was bei den jungen Menschen von praktischem Können und Wollen nach der Schule übrigbleibt, kann man leicht bei Ausbildungsverantwortlichen von gewerblichen und industriellen Betrieben erfahren.

Szenenwechsel: Bildungsdebatte in Bern: „Mit Bildung kann man heute viel Geld verdienen. All die neu erfundenen Leitungsfunktionen im Bildungssystem, die Evaluationen, Wissenschaftsgremien und Berater füttern gut bezahlte parasitäre Gewinner durch, ohne an der Front etwas zu verbessern. Der Cheftester der Schweiz, Urs Moser, hat sein Institut bereits 2003 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.“ Alain Pichard

Nach einer Sommerpause wünschen wir uns mit allen Menschen guten Willens viel Schwung für eine starke Volksschule.

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 34 / 2017
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30.7.2017

«Die grosse Hoffnung der Schulen ist die Digitalisierung. Neue technische Hilfsmittel erlauben Lehrern, grössere Klassen individuell und effizient zu unterrichten. Programme, die den Lernfortschritt jedes einzelnen Kindes festhalten und die idealen Übungen auswählen, entlasten die Lehrpersonen ungemein.» (Stefan Wolter, Schweiz am Wochenende, 22.7.2017)

Sehr geehrte Leserinnen und Leser

Geniessen Sie Ihre Ferien und die schönen, warmen Sommertage!
Vielleicht haben Sie zwischendurch schon wieder etwas Lust und Energie, sich auf die kühleren Tage im nächsten Schuljahr vorzubereiten. Bald müssen wir uns nämlich warm anziehen: Der ungeheuerliche Lehrplan 21 wird eingeführt:
– Zur Einstimmung auf die Reformen wird beispielsweise Pestalozzi diffamiert.
– Krasse Fehlentwicklungen sind schon lange vorbereitet, so z. B. die Schwächung der Handarbeit.
– Wohin führt die unsägliche Kompetenzen-Bolzerei? Die digitale Messbarkeit der Verhaltensweisen ermöglicht die maschinelle Massenabfertigung in den zukünftigen Lernlandschaften.
– Wozu die ganze Übung? „Der heimliche Bildungsminister der Schweiz“ (was für ein Quatsch) bringt es auf den Punkt: Sparübungen dank Digitalisierung.
– Die grösseren Zusammenhänge erklärt ein gut dokumentierter Hintergrundartikel: Auf dem Weg zur Konditionierungsanstalt in einer Schule ohne Lehrer.
Die informierte Fachwelt ist sich über die Agenda im Klaren. Die Frage ist, ob die Bürgerinnen und Bürger diese Irrwege mitmachen wollen.
Informierte Kinder sind geschützte Kinder. Informierte Familien können sich schützen.
Einen schönen Sonntag und eine anregende Lektüre wünscht
Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 30 / 2017
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9.7.2017

«Wenn ich mit Schülern der Klasse Fröhlich ins Gespräch kam, sagten alle, sie gingen gerne bei diesem Lehrer in die Schule.» (Schulleiter Thomas Mayer, Tagblatt, 07. Juli 2017)

Geschätzte Leserinnen und Leser!

Ein intensives Schuljahr geht zu Ende. Wir ziehen Bilanz.
Unvergessliche Lehrer gehen in Pension, tausende bilden sich in St. Gallen weiter, die Kinder erholen sich, die jungen Menschen bereiten sich auf das Berufsleben vor. – Und die Diskussion um die gute Schule flaut nicht mehr ab.
Lassen Sie sich mitnehmen bei den bewegenden aktuellen Schulthemen, besonders auch von dem ergreifenden Bericht eines betroffenen Vaters.

Einen schönen Sonntag und erholsame Ferien wünscht
Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 27 / 2017
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2.7.2017

«Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder immer öfter an eine Privatschule. Das gefährdet den sozialen Zusammenhalt.» (Carl Bossard, srf, 30. Juni 2017)

Einen schönen Sonntag miteinander!
Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sind mit Prüfungen, Noten, Abschlussfesten und schon bald mit der Ferienplanung beschäftigt.
In der letzten Woche haben sich vor allem Radio und Fernsehen in die Diskussion um eine gute Schule eingeschaltet. Eine Konstante wird in den nächsten Jahren bleiben: Wie schaffen wir eine starke Volksschule für unsere Kinder?
Freundliche Grüsse
Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 26 / 2017
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25.6.2017

«Die Schülerinnen und Schüler…

… können Chancen und Risiken der Mediennutzung benennen und Konsequenzen für das eigene Verhalten ziehen» (Lehrplan 21, Medien und Informatik)

Guten Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser
Werfen Sie doch kurz zwischen Spaziergang und Bad einen Blick auf die Liste der ansprechenden Themen – dann können Sie vielleicht wie wir nicht mehr aufhören zu lesen und staunen, wie weit wir es in unserer schönen neuen Welt schon gebracht haben…
Einen angenehmen Sonntag trotzdem und freundliche Grüsse
Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 25 / 2017
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18.6.2017

„Der praktische Schulunterricht wird massiv an Qualität einbüssen, und das Lernen mit Kopf, Herz und Hand bleibt auf der Strecke.“ (Interpellation Egli-Wil: Keine Schwächung des praktischen Unterrichts in der Volksschule, Kantonsrat St.Gallen, 13. Juni 2017)

Guten Sonntag miteinander
Heute ist der Medien-Korb wieder voll lesenswerter Beiträge. Die Frage ist jeweils nur, ob es uns gelingt diese auch im Hauptstrom der Entwicklungen richtig einzuordnen und dementsprechend zu gewichten. Dabei hilft nur noch ein bisschen Lachen statt Weinen.
– Die Interpellation im St.Galler Kantonsrat ist sicher wichtig und richtig.
– Deudsch ist ein Problehm – meer nen jeh.
– Warum sollen Lehrerinnen und Lehrer nicht auch Windeln wechseln, nachdem man HarmoS und die Früheinschulung schon eingeführt hat?
– Vor 14 Tagen berichteten wir über die bewusst falsche Widergabe einer Studie in Deutschland. Heute müssen wir ähnliche Vorgänge in der Schweiz beobachten: Wer am 31. Mai 2017 Radio srf gehört hat, musste zur Kenntnis nehmen, dass „Integration“ angeblich die besseren Resultate bringe. Diese „hochpolitische Frage“ habe nun eine „wissenschaftliche Studie“ klar bewiesen… Diese Wissenschaftlichkeit und diese Berichterstattung ist exemplarisch für die PISAckerei der letzten Jahrzehnte.
– Wie lange wollen wir eigentlich diese ziemlich sinnlosen, aber sündhaft teuren Studien (z. B. über den Schweizerischen Nationalfonds) finanzieren. Diese Meisterwerke der menschlichen Erkenntnis führen meist zu Allgemeinplätzen und bezwecken – mit Hilfe unbedarfter Massenmedien – oft nichts anderes, als den „Social Change in Switzerland“ im Sinne der Internationalen Bildungs- und Internetkonzerne herbeizuführen.
– Dazu auch eine interessante Dokumentation im ZDF.
Der Ausverkauf der öffentlichen Schulen, speziell über die Digitalisierung ist hüben wie drüben ein akutes Problem.
Was denken Sie dazu?
Mit freundlichen Grüssen
Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 24 / 2017
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11.6.2017

„Eine weltumspannende, gewinnorientierte Bildungsindustrie breitet sich aus. Analysten der Bank Julius Bär schätzen, dass im globalen Bildungsmarkt in diesem Jahr bis zu 7,8 Billionen Dollar umgesetzt werden, fast 40 Prozent mehr als 2013. Davon entfällt ein wachsender Anteil auf private Firmen.“ (Anja Burri, NZZaS, 10.6.2017)

Liebe Leserinnen und Leser

Unter dem Titel „Die Schonzeit an unseren Schulen ist vorbei“ wirft Anja Burri ein Licht auf die Kräfte im Hintergrund, welche die Schulveränderer als nützliche Idioten brauchen um ihre finsteren Geschäfte mit unseren Kindern vorwärts zu treiben – sofern diese Reformer nicht schon selber im Trüben mitfischen. „Business as usual“? – Diesmal geht es aber um unser Eingemachtes: die seelisch-geistige Kontrolle über die Jugend – real in und mit der Datenmine. Was heute noch an der Oberfläche diskutiert wird:Frühfremdsprachen, Integration, Kompetenzorientierung, internetgestützte Tests usw., gehört schon bald der Vergangenheit an. «In fünf Jahren werden wir unsere Schulen nicht wiedererkennen». (Beywl) So etwas Ähnliches hat uns letzten Herbst anlässlich der HarmoS-Abstimmung auch der Erziehungsdirektor Kölliker gesagt. Dazu gehörten Lernaufgaben, Tests, Roboter für Fragen, Lieder und Spiele. Software zur Gesichtserkennung werde bei Schülern Motivationsprobleme erkennen können. Dank der Digitalisierung sei der individualisierte Unterricht auch an der Volksschule kostengünstig möglich, sagt Brühlmann.
Kaum mehr erstaunlich ist, dass dann Auftragsstudien zu den bestellten Resultaten kommen oder – wenn sie nicht genehm sind – kreuzfalsch wiedergegeben oder diffamiert werden. „Alternative Fakten“, nennt man das neuerdings.
Hand aufs Herz. Überlegen wir uns doch, was Individualisierung und Digitalisierung für die jungen, sich heranbildenden Persönlichkeiten bedeutet.
Zu diesen Überlegungen haben Sie hier viele Anregungen. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Wir sind in unserer Sorge um die Zukunft unserer Kinder immer noch in der Mehrheit der nicht allein am Profit orientierten Menschen.
Mit freundlichen Grüssen

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 23 / 2017
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„Allzu heterogene Klassen, verbunden mit einer Summe von Einzelförderungen, sozialisieren nicht, ja verhindern eine Integration, welche diesen Namen auch verdient.“ (Peter Schmid, ehemals Dozent am Heilpädagogischen Seminar Zürich, Tagblatt, 31.5.17)

4.6.2017

Geschätzte Leserinnen und Leser

„Landauf, landab kämpft man in den Schulen mit diversen Schwierigkeiten, die durch allerlei neumodische Experimente, die als das Nonplusultra verkauft wurden, hervorgerufen wurden: integrativer Schulunterricht, individualisiertes Lernen, störende über- und unterforderte Schüler, Wochenplan, Aufhebung der Jahrgangsziele. Der Rückgang des Bildungsniveaus ist auch in der Schweiz in vollem Gang.“ Dies schreibt ein wacher Zeitgenosse heute in der NZZaS. Er schliesst mit: „Die (Schulreform-)Gegner sind also nicht gescheitert; es ist ihnen gelungen, die mehr als überfällige offene Diskussion in der Bevölkerung anzuregen, und sie wird auch so schnell nicht versiegen.“
Lassen Sie sich an diesen ruhigen Pfingstfeiertagen mitnehmen in ein konstruktives Gespräch über die Schule der Zukunft.

Schöne Festtage und freundliche Grüsse

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 22 / 2017
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„Uneingelöste Bildungsversprechungen werden uns weiterhin auf Trab halten und einen mutigen Einsatz erfordern. Aber unsere Volksschule ist es wert, dass wir sie aus der Praxis heraus und nicht durch dogmatisch gefärbte Konzepte weiterentwickeln. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.“ (Für das Redaktionsteam «Lehrplan vors Volk, Zürich» Hanspeter Amstutz und Marianne Wüthrich)

28.5.2017

Geschätzte Leserinnen und Leser

In der Diskussion um die richtige Erziehung und Bildung unseres Nachwuchses ist es nicht einfach, die Spreu vom Weizen zu trennen. Allzu schön sind die Schalmeienklänge der worteschwingenden Reformprediger einerseits und der billigen Lehrmittel-Dealer und Daten-Miner andererseits. Alle beide sind aber nur Nutzniesser der vorläufig noch im Überfluss sprudelnden Steuergelder.
Dazu und zu anderen brennenden Schulthemen gibt es heute im neuen Medienspiegel eine feine Auswahl zu lesen:

Fremdsprachenproblematik: Landessprachen, Immersion, Bildungsabbau?
Integration: Abschaffung oder Intensivierung der Sonderschulung?
Digitalisierung: ‚Lehrer‘ als Agenten der IT-Konzerne?

Die Natur, die Sonne und liebe Mitmenschen mögens Sie neben all den Minenfeldern der ‚post-modernen‘ Schule erheitern. Einen guten Sonntag wünscht

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 21 / 2017
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„Nach Willen der OECD sollen die europäischen Kulturräume und ihre Bildungssysteme ihre Eigentümlichkeiten verlieren, um international genormtes und optimal verwertbares Humankapital hervorzubringen. Die Testindustrie um PISA hat es schließlich geschafft, die nationalen Bildungssysteme dementsprechend neu zu lenken. … Denn Binnendifferenzierung, bei der jeder sein individuelles Lernprogramm abzuarbeiten hat, ist lukrativ für die IT-Industrie und scheint wegen des Einsparungspotentials für die Politik attraktiv zu sein. Langfristig kann die passende Software direkt von der IT-Industrie und den Bertelsmännern geliefert werden, so dass jedes Kind in völlig geistig-emotionaler Isolation auf sein eigenes Tablet gerichtet ist.“ (Prof. Hans-Jürgen Bandelt, Universität Hamburg, Gesellschaft für Bildung und Wissen)

21.05.2017

Trotzdem wünschen wir einen schönen Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser

Wenn wir nämlich die einzelnen Artikel, Filme und Analysen studieren, wird es uns wieder wohler ums Herz. Es gibt heute schon viele Menschen, welche die Abgründe der wohltönenden Reformitis erkennen und gemeinsam mit anderen verantwortungsvollen Mitmenschen für eine seriöse Schule für unsere Kinder arbeiten.

Dazu viele Beiträge im neuesten Medienspiegel, die man sich bei angenehmem Sonnenschein zu Gemüte führen kann.

Natürlich erwarten wir mit Spannung die Resultate der verschiedenen kantonalen Abstimmungen zur Schule.

Sonnige Frühsommergüsse

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 20 / 2017
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„ … was als Nächstes kommen sollte: eine ehrliche Gesamtschau der Schulreformen der letzten Jahre und eine Auseinandersetzung darüber, wo neben dem Fremdsprachenunterricht noch Korrekturen nötig wären.“ (Chefredaktor Arthur Rutishauser, Tages-Anzeiger, 13.05.2017)

14. Mai 2017

Einen schönen Muttertag, geschätzte Leserinnen und Leser

Zuerst ein herzliches Dankeschön den Kinderärzten für ihre engagierte Aufklärungsarbeit zum Wohle der Kinder. Die Veranstaltung vom letzten Mittwoch hat gezeigt, dass Erziehungsarbeit – besonders mit anspruchsvolleren Kindern – nicht so sehr eine Frage der medikamentösen Beruhigung sondern vorwiegend Beziehungsarbeit ist.

Die Fremdsprachenfrage ist von den Fachleuten in der Zwischenzeit geklärt, „was als Nächstes kommen sollte: eine ehrliche Gesamtschau der Schulreformen“:
– Kompetenzorientierung versus geführtem Klassenunterricht
– Fachunterricht (z. B. in Geschichte), der sich an wissenschaftlichen Vorgaben statt an Ideologien orientiert
– Kosten der Bildungsindustrie am Beispiel der Fachhochschulen
– Medien & Digitalisierung
– Inklusion
Dazu aufschlussreiche Beiträge im neuesten Medienspiegel.

Freundliche Grüsse

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 19 / 2017
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Wir sind es den Kindern schuldig, ihnen die Voraussetzungen für gelingenden Unterricht bereitzustellen. Das bedingt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nicht länger verleugnet oder zurechtgebogen werden. Ausserdem soll man die katastrophalen Erfahrungen mit den Frühfremdsprachen in der Schweiz – umstrittene Methode, ungenügende Lehrmittel, fehlgeleitete Ausbildung – schonungslos zur Kenntnis nehmen und die entsprechenden Schlüsse ziehen. (Urs Kalberer in Schule Schweiz, 30. April 2017)

7. Mai 2017

Schönen Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser

Wer hätte das gedacht: Die ganze Schweiz diskutiert das Problem des Sprachenunterrichts in der Volks- und Mittelschule. Das ist eine Wohltat für die geplagten Seelen. Wir können leider nur einen kleinen Ausschnitt aus der nationalen Debatte wiedergeben, hoffentlich ist es wenigstens repräsentativ.

Vergessen wir dabei die anderen drängenden Schulprobleme nicht: Kompetenzerei, Testerei und Abzockerei.

Diese Woche beginnt wieder eine Serie interessanter Veranstaltungen von «Schule & Pädiatrie»

Eine gute Woche wünscht

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 18 / 2017
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Ehrlich gesagt: Wenn mich jemand fragen würde, wie man die Schulqualität in einer Gemeinde bewusst an die Wand fahren könne, würde ich ihm Folgendes antworten: „Schaffen Sie alle Kleinklassen ab, führen Sie altersdurchmischtes Lernen flächendeckend ein, verpflichten Sie die Lehrkräfte, individualisierende Lernmethoden zu verwenden, desavouieren Sie direkt geführten Unterricht zugunsten offener Unterrichtsformen und moderierender Führung und richten Sie überall Lernräume ein.“ (Zur Abschaffung der Kleinklassen in Wil, lic. phil. René Walcher, Heilpädagoge, Februar 2017)

30.4.2017

Schönen Sonntag miteinander

Die Volksschule ist eine Errungenschaft der liberal und sozial gesinnten Demokraten. Ihre Ideale massen sich – in Abgrenzung zur elitären Aristokratie – am Gemeinsinn aller Bürger im neu geschaffenen Rechtsstaat. Zu urteilen, wieweit es den heutigen, neoliberalen Politik-, Wirtschafts- und Bildungs-„eliten“ gelingt, der Ethik des Gemeinwohls zu genügen, ist der aufmerksamen Bürgerin, dem kritischen Bürger überlassen.

Wem dient die Volksschule? Wozu erziehen und lehren wir unsere Kinder? Diese Frage beschäftigt aktuell sehr viele vom welschen Jura bis ins romanische Engadin. Die Problematik ist in der Zwischenzeit erkannt: SOL, EDK, LP usw. Die Lösungsansätze ebenso. Die Frage ist nur: Wer bringt die Entschlusskraft und den Mut auf für zukunftsträchtige Entscheide: in den täglichen Herausforderungen und bei den grösseren politischen Entscheiden.

Dazu auch diese Woche: viele ermutigende persönliche Stellungnahmen.

Eine gute Woche wünscht

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 17 / 2017
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„Ein «Harmonisierungs-Bschiss» sei der Lehrplan deshalb, weil er Harmonisierung verspreche, dieses Versprechen aber nicht einhalte. Zum Beispiel dann, wenn es um das Thema Fremdsprachen gehe. Solothurn beginne in der dritten Klasse mit Früh-Französisch, der Nachbarkanton Aargau mit Früh-Englisch. Ein Kantonswechsel werde für Familien deshalb nicht einfacher, denn der neue Lehrplan zementiere diese Strukturen.“ (SRF Regionaljournal Aargau Solothurn, 20. April 2017)

23.4.2017

Schönen Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser

Heute mussten wir das schöne Frühlingswetter geniessen, deshalb kommt der MS etwas verspätet. Die Beiträge sind aber sehr vielfältig und zutreffend verfasst:
– zu der Frühfremdsprachenfrage (SG/TG/BL/BS/SO)
«Oft hapert es am Deutschen. Kommen dann noch zwei Fremdsprachen dazu, wird es schwierig.»
– zum LP21 (SO/BS)
«Wenn du den Lehrplan anschaust, kriegst du eine halbe Depression.»
– zur Digitalisierung (SG/BE/SZ)
«Für unsere Kinder und für Sie als Lehrer ist es dringlich, der übermässigen Forcierung digitaler Medien und Räume entgegenzutreten, um eine solide Grundbildung, die Verbundenheit mit anderen Menschen, die persönliche Integrität und den Schutz der Privatsphäre aufrechterhalten zu können.»
Dies und noch vieles mehr können Sie sich hoffentlich diese Woche zu Gemüte führen.

Eine gute Zeit wünscht

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 16 / 2017

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„Wollen wir nicht eine Schule, die die Privatsphäre achtet, selbstständiges Denken sowie Eigenverantwortung fördert und optimal auf Beruf und Leben vorbereitet? Die Alternative hatte die frühere BT-Kolumnistin Regula Stämpfli in der «Basler Zeitung» formuliert: «Der Lehrplan 21 zielt dahin, die Urteilskraft durch die Schwächung jedes Ichs aufzulösen. Denn gefestigte Ichs sind frei. Und damit eine Gefahr für die Herrschenden.» (Bündner Tagblatt, 11. April 2017)

16. April 2017

Schöne Ostern, geschätzte Leserinnen und Leser

Wenn auch das Wetter auf der Alpennordseite nicht so mitspielt – wobei wir etwas Regen auch unbedingt brauchen können, so haben wir doch geistig viel Österliches zu vernehmen. Viele Menschen guten Willens arbeiten in den verschiedensten Kantonen fleissig am Neuaufbau der Volksschule, die in den letzten Jahrzehnten unter ideologisch verbohrten Reformern und Didaktikern zu leiden hatte. Je früher wir den Karren wenden können, desto besser…

In diesem Sinne wünschen wir besinnliche Festtage und eine erfolgreiche Woche.

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 15 / 2017
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Der 2-Frühfremdsparchen-Irrsinn in der Primar „Je früher umso besser“ ist bei immer mehr Lehrerverbänden in TG, ZH… keine heilige Kuh mehr, weil diese Theorien in der Praxis kläglich gescheitert sind, nur in SG wird mit Scheuklappen auf „Gesichtswahrung“ gemacht. Wie lange noch? Wacht endlich auf, SG-Lehrerverbände! amul (Kommentar Tagblatt, 7.4.2017)

9. April 2017

Guten Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser

Die Medienmitteilung der vorberatenden Kommission des Kantonsrates zu den Frühfremdsprachen ist ein Hohn. Schon der Bericht der Regierung und erst recht dieses Pamphlet gehen wider besseres Wissen über alle pädagogischen Realitäten und (auch eigenen) Untersuchungsergebnisse hinweg. Wer jetzt kritiklos solche realitätsfremden Entscheide fällt und unterstützt, der soll dafür gerade stehen, wenn die heutigen Kinder ihnen dann einmal den Spiegel vorhalten.

Zum Thema „Sparen“ hat der OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher, der schon Pisa verbrochen hat, eine andere, ähnlich gefährliche Bombe fallen lassen: Er plädiert für Klassen mit 40 Schülern in der Schweiz wie in China – mit entsprechend frontalem Paukerunterricht – oder mit selbstgesteuertem Lernen und Coach, der schaut, dass die Computer alle funktionieren: Schöne neue Reformerwelt.

Dies war sehr detailliert die letzte Woche in den Medien zu lesen – übrigens nur eine kleine Auswahl zu unserer Thematik.

 Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 14 / 2017
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Der Kanton St. Gallen könnte sich sehr gut mit dem Thurgau und Appenzell-Innerrhoden zu einer harmonisierten Ostschweiz der Vernunft zusammenschliessen. (Medienmitteilung: Starke Volksschule St. Gallen, 2.4.2017)

2. April 2017

Geschätzte Leserinnen und Leser
Heute etwas spät – aber oho!
Der Widerstand gegen die unsinnige Pisa-kerei wächst. Die veralteten Krusten weichen auf. Die Funktionäre lavieren. Die Lehrerverbände sollen mitmachen oder abdanken. Den Politikern wünschen wir einen guten Geist.
Die Eltern und die Praktiker vom Bündnerland bis Hamburg, von Bern bis St.Gallen fordern zuerst einmal: Mitsprache statt praxisfernes Diktat: Nur eine Fremdsprache in der Primarschule, dafür richtig auf Deutsch: Lesen, Schreiben und Rechnen.
Zu diesen und vielen weiteren brennenden Schulthemen erfahren Sie hier das Neueste.
Eine gute Woche wünscht
Starke Volksschule St. Gallen
Medienspiegel Woche 13 / 2017
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Es brodelt an der Basis. In mehreren Kantonen kocht der Ärger hoch über ständige Reformen, die an den Schreibtischen von praxisfernen Theoretikern entworfen wurden. (SonntagsZeitung, 25.03.2017)

26. März 2027

Guten Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser
Gut ausgeschlafen? Morgen geht’s in aller Herrgottsfühe wieder los.
Heute gibt es dafür reiche und gut gewürzte Kost aus der Schulreform-Kritik-Küche.
– Unglaublich, wie die St.Galler Regierung den Kantonsrat, die Lehrerschaft und die Eltern über den Tisch ziehen will
– Unerhört, wie internationale Konzerne die Bildung und die Steuern für sich verwerten
– Ungeheuer, wie die Verbandsspitzen der Lehrer korrupt sind
Was eine gute Schule ausmacht ist schon lange bekannt. Wir müssen nur dafür kämpfen, dass sie umgesetzt wird.
Gemeinsam haben die Schweizer schon Verschiedenes erreicht.
In diesem Sinne: Eine gute und aufrechte Woche wünscht
Starke Volksschule St. Gallen
Medienspiegel Woche 12 / 2017
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Ausser Spesen nichts gewesen… (Starke Volksschule Bern, 13. März 2017)

19. März 2027

Guten Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser
Beim heutigen eher ungemütlichen Wetter haben wir zum Glück wieder einmal mehr Musse zum Lesen.
Dazu werden viele brisante Aspekte der Diskussionen über unsere Schulen präsentiert.
Nicht nur Baden-Württembergs Schüler leiden unter den unpädagogischen Schulreformen, die Basler Kinder und Jugendlichen sind schon seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts durch die Reformen vernachlässigt. Die chemische Industrie beklagte bereits damals, dass sie die Lehrlinge in anderen Kantonen rekrutieren müssen. In diesem Fahrwasser hat Christoph Eymann (Ex-EDK-Präsident) den LP21 schon in diesem Schuljahr „vorbildlich“ eingeführt. Nun haben die Basler die für sie nicht sehr schmeichelhaften Resultate einmal mehr vor Augen geführt bekommen – aber die Reform-Fundis sind vorläufig unbelehrbar.
Unsere Bewegung kämpft deshalb weiter für eine gute Schule in BE, GR, ZH, SG wie in BL und anderen Kantonen. Wir brauchen Geduld und Ausdauer, aber die Vernunft und die Mitmenschlichkeit werden sich schliesslich gegen die technokratische Reformitis durchsetzen – wenn unsere Kultur eine Zukunft haben soll. Dafür gibt es immer wieder wunderschöne Darstellungen unserer Kulturtechniken, wie z. B. zur Handschrift, zu den Realien oder zur Muttersprache.
In diesem Sinne wünscht einen erlebnis- und erkenntnisreichen Sonntag
Starke Volksschule St. Gallen
Medienspiegel Woche 11 / 2017
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Nach 20 Jahren Erfahrungen sollte man den Kopf nicht länger in den Sand stecken und endlich die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen. Oder sollen die Kinder noch länger als Versuchskaninchen missbraucht werden? (Schule Schweiz, 11. März 2017)

12. März 2017

Guten Tag, geschätzte Leserinnen und Leser

An diesem wunderschönen Frühlingssonntag erhalten Sie als erstes unsere Medienmitteilung zur Beurteilung in der Volksschule.
Dann sind die Zeitungen diese Woche wieder reich an interessanten Artikeln über die Frühfremdsprachen, die Kindergarten-Lehrerinnen-Ausbildung, das Schönschreiben und vieles Lesenswertes mehr.
Einen erholsamen Sonntag und eine schöne Woche wünscht

Starke Volksschule St. Gallen

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Der Lehrplan 21 sollte eine Reform sein gegen den Kantönligeist im Bildungswesen.
Er wurde zum Reglementiermonster.
(Beobachter, 20.2.2017)

5. März 2017

Guten Tag, geschätzte Leserinnen und Leser
Die Zürcher haben wieder einmal einen sehr lesenswerten Newsletter geschrieben. Sie stehen mit der Abstimmung zu den Frühfremdsprachen vom 21. Mai 2017 nun im Zentrum der Diskussionen in der Deutschschweiz. Deswegen ist die Studie über die Frühfremdsprachen im Aargau und in Solothurn mit den entsprechenden Kommentaren auch sehr brisant.
In St.Gallen wird dieses Jahr der LP21 eingeführt, es soll sich deswegen aber nach Aussagen verschiedenster Verantwortlicher in der Schule nichts ändern. Wozu dann der ganze Rummel darum herum?
Jedenfalls beschäftigen wir uns in nächster Zeit mit folgenden Themen:
1. Die Notenproblematik unter dem LP21-Regime: Beurteilung in der Volksschule (XVIII. Nachtrag zum Volksschulgesetz – voKo am 16./17.3. 17 – Kantonsrat: April-Session) – hier scheint sich dank grosser Opposition in der Bevölkerung und bei den Lehrerinnen und Lehrern vorläufig ein vernünftiger Kompromiss abzuzeichnen.
2. Die Frühfremdsprachen-Problematik der D-EDK: Fremdsprachen in der Volksschule (voKo am 3.4.17 – Kantonsrat: April-Session). Der unsinnige Zufrühfremdsprachenunterricht der EDK steht zurecht im Zentrum der Fundamentalkritik an den bürokratischen Reformen, welche die Verantwortlichen wider besseres Wissen und – wie die St.Galler Untersuchung zeigt – entgegen der Meinung der Mehrheit der Betroffenen durchzwängen wollen.
3. Die IT-Bildungsoffensive: Die Regierung will dafür in den nächsten Jahren 50 Mio. Franken, die sie ohne Volksabstimmung nicht einfach ausgeben kann. Wir sind gespannt, wie sie unsere Steuern an die IT-Konzerne verschachern und uns das auch noch plausibel machen will. Oberuzwil geht schon mal mit „gutem Beispiel“ voran.
Wir werden zu diesen Themen in nächster Zeit ausführlich Stellung beziehen.
Heute einmal aktuelle Streitpunkte bei der Einführung des LP21 in St. Gallen:
– Note oder Kompetenzraster gemäss LP21
– ERG-Kirche oder ERG-Schule?
– zur IT-Bildungsoffensive: Wir müssen uns einen realistischen Standpunkt zu Sinn und Unsinn der Digitalisierung der Schule erarbeiten.
Einen sonnigen Frühlingssonntag und eine schöne Woche wünscht

Starke Volksschule St. Gallen

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19. Februar 2017

Einen schönen Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser
Wir verfolgen nun seit bald drei Jahren die Medien in Bezug auf die verfehlten Schulreformen. Der anfänglich zaghafte Frühlingswind hat sich in der Zwischenzeit zu einem Sturm der Empörung gesteigert. Jedes Kind in der Schweiz weiss, dass die Einführung des LP 21 mit dubiosen Mitteln erzwungen wird und dass die Kompetenzorientierung dieses Leerplans lächerlich und gefährlich zugleich ist. Vorläufig teilen ein Drittel aller Bürgerinnen und Bürger dieses Landes – und zwar der aufmerksamere und kritischere Teil – unsere Ansichten.
Wir können und müssen heute nicht mehr alle Publikationen studieren und auf die Goldwaage legen.
Wer sich aber etwas Zeit nimmt, erfährt auf Schritt und Tritt, bei Artikeln von Befürwortern und Gegnern, zu welchen Abgründen uns die sogenannte „Professionalisierung“ des Bildungswesens geführt hat – pädagogisch und finanziell. Besonders aber staunen wir immer wieder, was wir an demokratischem Ethos und an Bildungskultur durch die Ökonomisierung der Volksschule verloren haben und welch hehre Aufgabe die Bildungsverantwortlichen hätten, wenn sie ihren Auftrag ernst nehmen und nicht einfach dem Opportunismus nachgeben würden.
Lesen Sie, wenn es irgendwie geht, die Artikel zu den Unterrichtsmethoden, der Einführung der Schulleitungen, zum Geschichtsunterricht, zu den Naturwissenschaften und zu unserer kritischen Bewegung schweizweit.
Mit freundlichen Grüssen

Starke Volksschule St. Gallen

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12. Februar 2017

Einen schönen Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser

Wenn wir uns jeweils am Wochenende vergegenwärtigen, was in der letzten Woche wieder Interessantes zur aktuellen Schulpolitik geschrieben und berichtet wurde, sind wir beschwingt und fühlen uns in unserem Standpunkt bestärkt. Die Diskussion über die gute Volksschule ist nun flächendeckend angelaufen.
Nun sind erst einmal die für die blindwütigen Reformen Verantwortlichen gefordert, den Beweis anzutreten, dass ihre wilden Theorien mehr sind als nur hohles Geschwätz.
Es ist einfach zu kurz gegriffen, uns als Ewiggestrige und Hinterwäldler zu verschreien, welche die schwarze Pädagogik herbeisehnten.
Natürlich wissen wir, dass es verschiedene Lehr- und Lernformen gibt – nicht nur SOL oder „Frontalunterricht“, natürlich wissen wir, dass die heutigen Kinder – wie übrigens früher auch schon – sehr unterschiedlich in ihren Charakteren und Interessen sind, natürlich wollen wir im Unterricht nicht einfach Schiefertafeln, wir wollen unsere Kinder auch auf die digitale Zukunft vorbereiten.
Die grosse Frage aber ist: Wie? Jedenfalls nicht mit den Harakiri-Methoden der Reformisten.
Dazu gab es diese Woche wieder viel Gescheites zu lesen:

– zur Notengebung und zum Religionsunterricht in St. Gallen
– zur Geleiteten Schule und den Schulbehörden in Appenzell und Zürich
– zu den kantonalen Abstimmungen im Aargau (Behördenpropaganda) und im Bündnerland
– zur Abschaffung der Fächer in Finnland
– zu den Plänen der EDK zur Informatik an den Mittelschulen
– zum Niedergang des Schulfachs Geschichte
– und last but not least wieder einmal zu den Frühfremdsprachen: Rien ne va plus...
Hoffentlich haben Sie neben der Ski-WM noch etwas Zeit zum Lesen. Das lohnt sich sicher so sehr und ist mindestens so spannend.
Mit freundlichen Grüssen

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 6 / 2017
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5. Februar 2017

Einen schönen Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser

Der edelste Auftrag der Volksschule ist die Menschenbildung, die Heranführung der nächsten Generation zum verantwortungsbewussten Mitdenken und Mitarbeiten im demokratischen Rechtsstaat. Artikel 3 des Volksschulgesetzes des Kantons St. Gallen (Erziehungs- und Bildungsauftrag) beschreibt das sehr genau. Dies kann aber nur in der Beziehung von Mensch zu Mensch geschehen.
Wie weit von diesen grundlegenden Forderungen zur Aufrechterhaltung des Wohlstandes und der Freiheiten, welche wir von den Müttern und Vätern erben konnten, haben wir uns inzwischen entfernt! Statt die Jugend fit für die Zukunft zu machen, müssen wir uns mit Kompetenzen, Testapparaturen, Evaluationen, Qualitätszirkeln und anderen pädagogischen Irrwegen, die grad en vogue sind, herumschlagen…
Lassen Sie sich jedoch auch anstecken von der erfrischenden, konstruktiven Kritik der drei unabhängigen Professoren: Liessmann, Türcke und Herzog. Alle gehen selbstverständlich von einem humanistischen und demokratischen Bildungsbegriff aus.
Nicht immer so akademisch, aber nicht weniger erfrischend und konstruktiv sind all die wachen Bürgerinnen und Bürger, welche ihr Herzblut für die jungen Menschen in den verschiedensten Kantonen von Basel bis Luzern und von Solothurn bis ins Bündnerland einsetzen.
Wenn wir die demokratische Auseinandersetzung führen können, werden wir gemeinsam konstruktive Lösungen finden.
In diesem Sinne wünschen wir einen optimistischen Sonntag und den Aargauern viel Erfolg.
Starke Volksschule St. Gallen
Medienspiegel Woche 5 / 2017
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29. Januar 2017

Geschätzte Leserinnen und Leser

Der Frühling kommt – zögerlich aber sicher.
Nach diesem wunderschönen Wochenende gehen wir wieder an die Arbeit.

– Die Schule sollte meiner Meinung nach die Bildungsverantwortung haben, und die Erziehungsverantwortung gehört ins Elternhaus.
– Ja, der Lehrberuf ist in erster Linie ein Beziehungsberuf … Deshalb bin ich auch ein Verfechter von Klassenlehrpersonen.
– Was die Forschung zeigt, ist, dass das Bildungssystem an sich wenig Wirkung hat. Viel entscheidender ist, was die verantwortlichen Personen aus den jeweiligen Gegebenheiten machen … Es bringt also wenig, einzig von oben herab ein Schulsystem zu diktieren … Letztendlich kommt es auf die Menschen an, welche in dem System unterrichten. In diesem Sinne wäre es mir wichtig, den verantwortlichen Menschen mehr Autonomie zu übertragen.
– Wie gesagt, ob sich dann eine Schule für Schiefertafeln oder iPads als Werkzeug entscheidet, ist zweitrangig.

Das sind nicht Thesen von Reformkritikern. Das sagt der neue Rektor der pädagogischen Hochschule St. Gallen.

Wenn die Verantwortlichen nun ihre Aufgaben und ihre Versprechungen erfüllten, dann müssten sie sich auf die Grundlagen der Pädagogik und Psychologie sowie auf die Erfordernisse der Realität einstellen – trotz all dem Unsinn, der im Lehrplan 21 zusammenläuft. Ob ihnen die grosse Umkehr zum verantwortlichen Handeln noch gelingt, können sie ja beweisen. In der Zwischenzeit wird aber eine Generation Kinder durch die Irrlehren des Konstruktivismus geschwächt… Und was machen wir?
Diese Frage beschäftigt uns alle schweizweit – Beispiele gibt es zuhauf. Wir bleiben dran.

Einen guten Wochenstart.

Starke Volksschule St. Gallen

Medienspiegel Woche 4 / 2017
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22. Januar 2017

Guten Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser
Nachdem wir uns (hoffentlich) im Schnee und in der Sonne gut erholt haben, wieder ein paar Gedanken zur aktuellen Schulpolitik:
– Zum „digital gap“: Vor ein paar Jahren meinte man noch, die Schülerinnen und Schüler, die ein Tablet in der Schule haben, seien gegenüber denjenigen bevorzugt, welche „nur“ einen Lehrer haben. Heute wissen wir, dass eindeutig diejenigen Schüler vom Schicksal bevorzugt sind, die noch eine richtige Lehrerin oder einen verständnisvollen, tüchtigen Lehrer haben. Wer aber vom Digitalisierungs-Hype angefressen ist, oder wer das Geschäft wittert, erzählt natürlich die andere Version der Geschichte.
– Zur Fremdsprachen-Frage in der Volksschule: Auch wenn der 50-seitige Bericht der Regierung nicht viel Neues bringt, ist dazu noch nicht das letzte Wort gesprochen. Wir bleiben dran, v. a. auch deshalb, weil sich die Regierung offensichtlich über die Mehrheit der Befragten hinwegsetzt und das dann mit dem üblichen Wortschwall vertuscht.
– Zur Kompetenzorientierung: Wer weiss, wie die Kinder heutzutage auf den Kindergarten, d. h. auf die Schule, vorbereitet sind, der kann sich vorstellen, dass der kompetenzorientierte Unterricht etwa das Dümmste ist, was man diesen Kindern antun kann. (s. Margrit Stamm)
Diese und viele andere interessante Fragen werden im neuen St. Galler Medienspiegel und im Zürcher Newsletter zur Diskussion gestellt.
Den Aargauern wünschen wir viel Weisheit bei der kommenden Abstimmung und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine erfreuliche Woche.
Starke Volksschule St. Gallen
Medienspiegel Woche 3 / 2017
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15. Januar 2017

Guten Sonntag, geschätzte Leserinnen und Leser

Kinder lernen mit Freude und Begeisterung, wenn sie einen guten Lehrer und eine gute Klasse haben.
In Zukunft sollen sie aber „selbständig“, d. h. allein, aus Ehrgeiz möglichst viele Kompetenzen (mit dem Computer) abarbeiten.
Trotz allen Harmonisierungsbeteuerungen prescht St.Gallen wieder einmal vor, nicht nur mit der IT-Bildungsoffensive, sondern auch mit dem Noten-Abschaffen. „Blumen statt Noten“, heisst die Flower-Power-Version, „Bildungsoffensive“ die Kampfversion.
Seit Jahren schon wursteln Expertokraten an der Auflösung der Noten herum. Fakt ist: Mit dem Lehrplan 21, mit der Kompetenzorientierung sind die Noten obsolet geworden. Ein Geschwurbel an Beurteilungstext oder der knallharte, computergestützte Test ersetzen dann die Noten.
Für den Regierungsrat, seine Berater und den Erziehungsrat ist jetzt die heikle Frage zu lösen. Wie bringen wir die Auflösung der Noten den Lehrern, den Eltern und der Wirtschaft (v. a. dem Gewerbe und den KMUs) bei?
Neuester Trick: „Progressive“ Schulleiter brechen einfach die gesetzlich geltenden Vorschriften mit „kreativen“ Ideen – wenn nötig aus der Hippie-Kiste.
Wann endlich zählen die Verantwortlichen in den Gemeinden – Schulräte, Lehrerinnen und Lehrer in der Praxis, aber auch Bürgerinnen und Bürger eins und eins zusammen und diskutieren die Konsequenzen der Kompetenzorientierung?
Die Kinder und Jugendlichen, die Schülerinnen und Schüler brauchen uns dringend. Sonst sind sie dem deregulierten Markt ausgeliefert.
Diese und viele andere Fragen werden im neuen Medinspiegel zur Diskussion gestellt.
Einen schönen Sonntag im Schnee wünscht
Starke Volksschule St. Gallen

Hier geht’s zum neuen Medienspiegel:
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4. Januar 2017

Geschätzte Leserinnen und Leser

„Mier wüschend eu ä guets nöis Jour, dass er lang läbend und gsund blibend.“
Alter Oberländer Neujahrswunsch – immer noch gültig

Wer im letzten Jahr die Publikationen zu den Schulreformen kritisch verfolgt hat, kann erahnen, wohin das Äpfelchen rollt…
Der Lehrerberuf wird langsam aber sicher durch das Tablet und die Cloud ersetzt – und das bedeutet Diktatur pur, wie es die NZZ und viele andere seriöse Analytiker beschreiben. Die Steuergelder fliessen dann jedenfalls einfach an die jetzt schon milliardenschweren und bestimmenden transnationalen IT-Firmen – und die „Lehrkörper“ werden schlicht wegrationalisiert. Erstaunlicherweise hat die Lehrerschaft noch nicht zur Kenntnis genommen, was am letztjährigen WEF breit diskutiert wurde. (Siehe beispielsweise Klaus Schwab, Die Vierte Industrielle Revolution und viele andere mehr.) Avenir Suisse hat schon vor 15 Jahren den Takt zu den entsprechenden Schulreformen angegeben.
Wieder einmal die üblichen Verschwörungstheorien? Na gut, noch haben wir die Freiheit zu denken, was wir wollen. Wir wehren uns tatsächlich nicht gegen die technischen Entwicklungen. Wenn wir überleben wollen, müssen wir uns mit der Digitalisierung auseinandersetzen und sie sinnvoll in unseren Alltag integrieren. Darüber muss aber eine breite, öffentliche Diskussion geführt werden.
Ein Tablet als Lehrer? Wie soll das funktionieren?
Im aktuellen Medienspiegel setzten wir die Mosaiksteinchen zusammen und ziehen die Konsequenzen aus den Verlautbarungen der Bildungsaristokratie in St.Gallen. Im nächsten Jahr erwarten uns neben den üblichen Nebelpetarden der Bildungsreformer über die offensichtlich negativen Folgen der Schulexperimente und den Schönwetterreden, welche die Einführung des neuen Lehrplanes begleiten, v. a. auch die Diskussion über die „IT- Bildungsoffensive“ und deren Kosten (50 Millionen als Anschubfinanzierung allein in unserem Kanton) sowie die Auseinandersetzung über die Abschaffung der Noten im Zusammenhang mit der Kompetenzorientierung und als Vorbereitung auf die Digitalisierung: Jeder Schüler wird allzeit individuell vom Computer geführt und getestet – sein Lernstand wird international jederzeit überall auf der Welt mit allen anderen vergleichbar und sein individuelles Kompetenzraster kann von allen potentiellen Arbeitgebern jederzeit überall abgerufen und so kann jeder jederzeit vermarktet werden. Schöne neue Welt.
Wir wünschen Ihnen und besonders natürlich auch Ihren Kindern trotz alledem ein erfolgreiches und glückliches 2017.
Starke Volksschule St. Gallen
Medienspiegel Woche 1 / 2017
Hier geht’s zum ersten Medienspiegel dieses Jahres:
http://starkevolksschulesg.ch/wp-content/uploads/Medienspiegel-Woche-1_17.pdf
Haben Sie einen interessanten Beitrag, Leserbrief etc. gesehen? Schicken Sie uns den Artikel bitte möglichst in einer Word-Datei und/oder mit dem Link zur Quelle. Falls Sie neue Interessenten für den Medienspiegel kennen, bitte Mailadresse senden.
kontakt@starkevolksschulesg.ch

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«Ja zum Ausstieg aus dem gescheiterten HarmoS-Konkordat»

Allen 40’240 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, die für eine starke Volksschule gestimmt haben, ein herzliches Dankeschön! Wir bleiben dran.

Medienmitteilung zur Abstimmung vom 25.9.2016

Link zum Abstimmungskomitee

HarmoS-Ausstieg SG FlyerHarmoS-Ausstieg SG Flyer A5 beidseitig bedruckt pdf   /   Plakate   =>  Hier bestellen

Unterstützungskomitee

Wie können wir beim Abstimmungskampf mithelfen?

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Wichtige Richtigstellungen

Medienmitteilung, 23. Mai 2016

 Logo klein

Unsere Position

Medienmitteilung zur vorberatenden Kommission des Kantonsrates, 20.4.2016

Der Kantonsrat

KR Gesetzgebung 29.15.01

Zur vorberatenden Kommission des Kantonsrates

Antwort zu „Bericht und Antrag“

Zur Kantonsratsdebatte vom 27.4.2016

Die Debatte nachhören (Audio rechts auf dem Dokument)

Votum von Kantonsrat Bruno Dudli schriftlichmündlich

Die Stimmen der einzelnen Kantonsrätinnen und -räte

Tagblatt, 27.4.2016 (mit Richtigstellung)

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„Einspruch“ Einspruch

neue, überarbeitete und erweiterte Auflage

Linke Kritik

SonntagsZeitung, 29.11.2015
Lehrplan 21
Die linken Schulpolitiker sind endlich aufgewacht
Die­se Rech­nung geht nicht auf
Die grosse «Reformitis»: Umstrittene Reformen in Schweizer Schulen
Banal bis ambitioniert: Das müssen die Schüler beherrschen
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Zehn Thesen über die Schule, von Oskar Freysinger

Departement Bildung und Sicherheit, Kanton Wallis, 1. 3. 2016

thesen

10theses-D-BAT_2

Srf, Regionaljournal Bern, Freiburg, Wallis, 1. 3. 2016

http://www.srf.ch/news/regional/bern-freiburg-wallis/die-10-schulthesen-des-oskar-freysinger

 

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Nüsperlihttp://starkevolksschulesg.ch/3354-2/

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Der Verein für eine Starke Volksschule St. Gallen engagiert sich für eine gute Volksschule – ohne Lehrplan 21.

Die Volksschule ist den Eltern und Kindern
und allen Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet,
sie muss wieder Sache von uns allen werden!

Alle Kinder haben ein Recht auf eine gute Schulbildung.

Unsere Volksschule gehörte weltweit zu den besten. Durch die ständigen Reformen der letzten Jahrzehnte ist das Bildungsniveau aber teilweise stark gesunken, während die schulischen Probleme der Kinder und die Schulkosten enorm zugenommen haben.

 

Der Lehrplan 21 würde diesen Missstand noch verschärfen…

weiterlesen im Argumentarium

Kontakt: Sekretariat Starke Volksschule SG

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